Tiere in Freiheit
Vor der Ausrottung stehende, wilde Tiere

Tasmanischer Tiger – Entgültig ausgestorben oder neue Hoffnung?

Posted in Artenschutz  by Hennes on January 13th, 2012

Tasmanischer Tiger oder Beutelwolf sind die deutschen Namen für das früher auch in Australien selbst, zum Schluss nur noch auf der Insel Tasmanien lebende Tier. Körperbau und Schädelform von “Thalacinus cynocephalus” waren hundeähnlich – ein Bespiel dafür, wie die Evolution unter sehr ähnlichen Lebensbedingungen ähnliche Formen bei verschiedenen Arten hervorbringt.

Last thylacine yawning.

Benjamin-der letzte bekannte Beutelwolf - Image via Wikipedia

Doch mit dem Aussehen hört die Ähnlichkeit auch schon auf: der Tasmanische Tiger ist weder Hund noch Wolf, sondern ein Beuteltier. Auffällig die 13 bis 19 schwarzen Querstreifen auf dem Rücken im graubraunen Fell. Er war kein besonders schneller, aber ausdauernder Läufer und jagte kleinere Beutel- und Nagetiere sowie Vögel in weitab von menschlichen Siedlungen gelegenen Waldgebieten.

Zu unrecht gejagt

Mit der Verbreitung der Schafzucht in Australien geriet das scheue Tier ins Visier der Menschen, im wahrsten Sinne des Wortes. Im Verdacht, Schafe zu reißen, wurden die Tasmanischen Tiger seit Mitte des 19 Jh. erbarmungslos gejagt. Es wurden sogar Abschussprämien ausgesetzt, und 1930 wurde der letzte Beutelwolf in freier Wildbahn erschossen. Inzwischen gilt es als nachgewiesen, dass die getöteten Schafe auf das Konto von verwilderten Haushunden oder Dingos gingen. Für den nachtaktiven Beutelwolf waren sie eine viel zu große Beute, er hätte sie aufgrund seiner Anatomie gar nicht ernsthaft verletzen oder fressen können.

Das letzte Exemplar in einem Zoo starb 1936, es hieß Benjamin, und erst nach seinem Tod stellte sich heraus, dass es sich um ein Weibchen handelte. Seitdem gilt der Tasmanische Tiger als ausgestorben.

Gestreifte Tiere

Thylacine (Thylacinus cynocephalus)

Der Beutelwolf wurde ausgerottet - oder nicht?

Immer wieder wird behauptet, dass Exemplare überlebt hätten und beobachtet wurden – in der Abgeschiedenheit von Nationalparks in Tasmanien oder auch den Straßen von Sydney! Von über 4.000 mit Foto- oder Filmaufnahmen dokumentierten Sichtungen von “Tassie Tigers” waren es immerhin 320 den Wissenschaftlern wert, sie genauer zu untersuchen. Um es vorweg zu nehmen: nicht ein einziges Dokument hat sie überzeugt.

Bemalte Haushunde, mit Photoshop manipulierte Bilder, alle möglichen Fälschungen wurden vorgelegt, auch Aufnahmen von Füchsen, Hyänen oder verwilderten Hunden. Fotos eines deutschen Touristen aus einem Nationalpark in Tasmanien 2005 zeigen ein Tier mit Streifen auf dem Rücken. Weitere Bilder, die angeblich eine eindeutige Identifizierung ermöglichen, wurden aber nicht zur Verfügung gestellt – warum auch immer.

Hoffnung für Tassie?

Kryptozoologen (Wissenschaftler, die ausgestorbene Tierarten erforschen) halten es dennoch für möglich, dass im dünnbesiedelten Tasmanien in entlegenen Nationalparks “Tassies” überlebt haben könnten – es wäre ihr idealer Lebensraum. Zudem haben Forscher nun das komplette Genom des tasmanischen Tigers erforscht, was Hoffnung für die zukunft geben könnte.

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Die Rote Liste

Posted in Artenschutz  by Aurica on August 27th, 2011

Die „International Union for Conservation of Nature“ (IUCN) gibt die Rote Liste der gefährdeten Arten seit 1966 heraus. 1948 wurde die Weltnaturschutzunion gegründet, sie besteht aus über 800 Nichtregierungsorganisationen aus 80 Staaten und etwa 120 Regierungsorganen. Das Bundesministerium für Umwelt, das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) sind beispielsweise Nichtregierungsorganisationen aus Deutschland.

Einzelne Bundesländer oder Staaten können aber auch Listen mit gefährdeten Pflanzen- und Tierarten veröffentlichen. Diese haben einen besonderen regionalen Bezug und werden ebenfalls Rote Listen genannt.

Weltweit sind die Amphibien die am meisten bedrohten Tiere. Darunter fallen zum Beispiel die Lurche und Kriechtiere.

Gefährdete Nutztiere in Deutschland sind zum Beispiel Schweine (Deutsches Sattelschwein, Wollschwein…), Pferde (Rottaler, Senner, Rheinisch Deutsches Kaltblut…) und Hunde (Großspitz, Mittelspitz, Altdeutscher Hütehund…).

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Schimpansen sind nicht die intelligentesten Affen

Posted in Wissenschaft  by Leo on August 20th, 2011

Eine weit verbreitete These besagt, dass Schimpansen, die intelligentesten Affen darstellen. Dazu gab es in der Vergangenheit schon viele Forschungsprojekte deren Ergebnisse bereits publiziert sind. Aktuell sind weitere Studien in Arbeit, die in Kürze veröffentlicht werden.
Einige dieser Forschungsarbeiten liefern aber Ergebnisse die den Status des Schimpansen als intelligenteste Affenart zumindest hinterfragen lässt. Zunächst muss man, um die Gruppe der Schimpansen näher zu definieren, festhalten, dass wenn üblicherweise vom Schimpansen selbst gesprochen wird, meist der “gemeine Schimpanse” gemeint wird. In der Gattung der Schimpansen (Pan) findet man aber außerdem noch den sogenannten “Zwergschimpansen” oder auch “Bonobo”.

Diese Primatenart zeichnet sich einerseits durch sein weitaus weniger aggressives Verhalten, aber auch durch seinen optisch zierlicheren Körperbau aus. Beobachtungen in einem deutschen Zoo berichteten vom Erkennen von Zusammenhängen, von “Ursache und Wirkung” einer Situation: Während Schimpansen, Orang Utans und Gorillas bald verstanden haben wie man einen Wasserstrahl von einem Druckschalter aus bedient, der dann 3 Minuten Wasser mit einem dicken Strahl in ein Becken spritzt, waren es die Bonobos alleine, die auch bald fähig waren den Druckschalter so zu bedienen, dass der Hahn lediglich tröpfelt und so die Wassertropfen mit der Hand aufzufangen und dann den Schalter wieder abzuschalten, so dass sie der starke Strahl nicht mehr trifft. Auch in Hinblick auf die Sensibilität, die Bonobos zeigen, kann man annehmen, das diese Primaten intelligenter als andere sind: Nimmt man an, dass nervöse Reaktionen und die Empfindlichkeit gegenüber Veränderungen und Störungen von außen ein Maß für die Intelligenz ist, dann sind die Bonbons mit großer Wahrscheinlichkeit intelligenter als Schimpansen.

Sie reagieren viel empfindlicher auf Eingriffe in Ihr Umfeld – nicht umsonst sind einige der Bonbons in Tiergärten und Zoos bei medizinischen Routineuntersuchungen an Schock gestorben.
Weitere interessante neue Studienergebnisse belegen weiters, dass es auch innerhalb einer Affenart immense Unterschiede der Individuen gibt. Bei durchgeführten Intelligenztests an Liszt-Äffchen erhielten Forscher der Universität Cambridge bei der Auswertung eine Bandbreite von sehr guten bis sehr schlechten Resultaten.

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Winterruhe, welche Tiere verschlafen den Winter?

Posted in Tiere in Freiheit  by Wildhüter on August 13th, 2011

So schön der Winter mit seinen Schneeflocken und den verwunschenen Reifbäumen auch sein mag, für die Tierwelt ist er vor allem eine Zeit des Mangels. Es ist kalt, die Erde ist gefroren und gibt keine Nahrung, die Nächte sind lang. Darauf hat sich die Fauna eingestellt und jedes Tier hat so seine eigene Überlebensstrategie entwickelt. Eine davon ist, den Winter ganz einfach zu verschlafen, der Winterschlaf (Hibernation).
Welche Tiere halten denn nun Winterschlaf? Da sind einmal die Nagetiere (Rodentia), deren bekanntestes Exemplar wohl der Siebenschläfer ist. Er geht auf Nummer sicher und verschläft tatsächlich 7 Monate des Jahres. Es gehört aber auch die kleine Haselmaus dazu, mit ihrem dichten Schwanz und unser größtes Nagetier, das Murmeltier. In einem ca. 2 m tiefen Erdbau übersteht es die kalte Jahreszeit. Obwohl es ca. 1 mal im Monat erwacht, um die Blase zu entleeren, ist es ein echter Winterschläfer. Das heißt, während seines Winterschlafes sind die Lebensvorgänge stark reduziert (Torpor): die Körpertemperatur sinkt, der Herzschlag und die Atemzüge verlangsamen sich, das Blut fließt nur mehr langsam und sogar die Gehirntätigkeit ist verringert. Dadurch verbraucht der Körper viel weniger Nahrung und kann sich von seinen, im Herbst angefressenen, Reserven ernähren. Bei zu häufiger Unterbrechung des Winterschlafes läuft das Tier Gefahr zu verhungern, da es zusätzliche Kraftreserven verbraucht, die nicht ersetzt werden können.

Der Igel, selbstverständlich gehört zu den Winterschläfern und alle unsere Fledermausarten, die den Winter zur Gänze verschlafen.
Die warmen Frühlingstemperaturen geben den Tieren dann das Signal zu erwachen und ihre Körperfunktionen werden langsam wieder hochgefahren.

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