Tiere in Freiheit
Vor der Ausrottung stehende, wilde Tiere

Archive for August, 2009

Naturschutzgebiete sind Orte des Lebens

Posted in Tiere in Freiheit  by Walter Braun on August 24th, 2009

Wofür brauchen wir Naturschutzgebiete? Eigentlich gibt es dafür doch eine logische Erklärung: Der Mensch ist doch derjenige, der die Natur buchstäblich in kleine Einzelteile zerlegt und damit zerstört. Die Orte müssen größer, die Straßen schneller und breiter werden. Und was muss dafür weichen? Wälder, Wiesen- manchmal sogar ganze Landschaftszüge. Würde es keine Naturschutzgebiete geben, dann würden unsere Ururenkel vielleicht manchen Baum oder manches Tier nur noch aus dem Bilderbuch kennen.

In diesen Gebieten ist die Flora und Fauna daheim! Die Naturschutzgebiete tragen dazu bei, dass Tierarten sich in diese zurück ziehen, dort ihre Ruhe finden und sich vermehren können. Pflanzenarten können so wachsen wie es ihnen bestimmt ist, ohne jegliche Eingriffe durch den Menschen. Hier bestimmt eben die Natur was wachsen und gedeihen darf.

Als Naturschutzgebiete können auch solche Gebiete bestimmt werden, die besonders seltene Pflanzen oder Tierarten aufweisen oder/und eine besondere Schönheit darstellen. Kommt man da nicht wieder auf den Wunsch des Artenerhaltes zurück? Man will doch diese Schönheit und Seltenheit so lange wie möglich in Augenschein nehmen und sich daran erfreuen können.

Das Gute an einem Naturschutzgebiet ist, dass man dort nicht tun und machen kann was man will, denn Handlungen die eine Beschädigung hervorrufen oder gar etwas zerstören sind verboten!!! Diese Gebiete können nicht einfach aus einer Liste gestrichen werden, nur weil sie einem Bauprojekt zum Opfer fallen sollen. Nein, im Gegenteil sie müssen bei solchen Projekten voll berücksichtigt werden, damit es zu keinem Schaden kommt.

Wenn wir diese Naturschutzgebiete in Ruhe lassen, so können wir ihnen doch auch dankbar sein. Denken wir doch mal daran, wer uns die Luft zum Atmen gibt, natürlich die Pflanzen der Natur- so lange diese existieren gibt es auch für uns die Möglichkeit des Lebens. Und die Naturschutzgebiete unserer Heimat liefern dazu auch einen erheblichen Anteil.

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Die Raubtiere Europas

Posted in Tiere in Freiheit  by Walter Braun on August 19th, 2009

Die Ordnung der Raubtiere (Carnivora) umfasst die Hundeartigen (Canoidea) und Katzenartigen (Feloidea).
Zu den Hundeartigen gehören neben Wolf und Rotfuchs auch Goldschakal, Braunbär, die Angehörigen der Marderfamilie sowie Waschbär und Marderhund.

Der Wolf war in einigen Ländern Westeuropas ausgerottet, in den letzten Jahrzehnten entwickelt sich der Gesamtbestand aber wieder positiv. Wölfe sind in offenen Landschaften wie auch in Wäldern zu finden. Im Vergleich zum Wolf kommt der Rotfuchs bedeutend häufiger vor. Ursprünglich ein Waldbewohner, lebt dieser Allesfresser heutzutage auch in besiedelten Gebieten. Der seltenste Wildhund Europas ist der Goldschakal, der in Südosteuropa vorkommt und offene Flächen bevorzugt.

Der Braunbär ist in Teilen Europas ausgestorben, es gibt aber einzelne Wiederansiedelungsprojekte. Dieser große Allesfresser bewohnt hauptsächlich Wälder. Aus einem solchen Projekt kam auch der berühmte Bär “Bruno” alias JJ1.

Die Familie der Marder umfasst neben Stein- und Baummarder u.a. den Dachs, den Vielfraß, den Fischotter, den Europäischen Nerz sowie alle Wiesel- und Iltisarten. Marder ernähren sich vorrangig von Fleisch. Einer der bekanntesten Marder ist der Steinmarder, der hauptsächlich in felsigem Gelände, aber auch in menschlichen Siedlungen lebt. Der Baummarder hingegen ist seinem Namen entsprechend ein Waldbewohner. Dort findet man auch den Dachs, der sich ungewöhnlicherweise größtenteils von Pflanzen ernährt. Der größte Marder ist der in Skandinavien vorkommende Vielfraß. Als kleinste Art steht ihm das Mauswiesel gegenüber. Zu den Wieseln gehört auch das im Winter schneeweiße Hermelin. Ihre für Marder untypische semiaquatische Lebensweise zeichnet Fischotter und Nerz aus.

Zwei Arten, die erst seit wenigen Jahrzehnten in Europa leben, sind Waschbär und Marderhund. Sie sehen sich sehr ähnlich, sind beide Allesfresser und leben meist in Wäldern. Allerdings gehört der Waschbär zu den Kleinbären, der Marderhund zu den Echten Hunden.
Die in Europa heimischen Katzenartigen sind die Wildkatze und der Eurasische Luchs.
Beide Arten brauchen große Waldgebiete, die durch Abholzung und Zersiedelung bedroht sind. Der Luchs wurde zudem früher stark bejagt, aktuell gibt es aber Wiederansiedelungsprojekte.

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Luchse kommen wieder in den Harz

Posted in Tiere in Freiheit  by Leo on August 14th, 2009

Der Mensch hatte es vor rund 200 Jahren geschafft, dass sich in den Wäldern des Harzes kein Luchs mehr befand. Er war ausgerottet. Zum Glück gibt es in der heutigen Zeit wieder Menschen, die den Versuch starten wollten den Luchs in seinem alten Gebiet wieder heimisch werden zu lassen. Unterstüzt wurde das ganze Projekt vom Nationalpark Harz.

Nach der Prüfung über die Vorraussetzungen für ein Leben in freier Wildbahn fanden Luchse aus dem Nationalpark Harz den Weg in die Freiheit, blieben aber weiterhin unter ständiger Beobachtung mit Hilfe von Ferngläsern, Fotofallen, Spurenauswertungen… Überleben konnten diese bis jetzt, indem sie sich von kleineren Beutetieren, wie dem Fuchs, Marder oder Wildschwein, Rehen und Rothirschkälbern ernähren. Leider fielen den Luchsen auch Schafe und Ziegen zum Opfer. Die betroffenen Besitzer wurden dafür vom Land Niedersachsen entschädigt. Ein paar Exemplare fanden durch Krankheit oder schwerwiegenden Verletzungen den Tod. Einer der “Erstbesiedler” wurden leider von einem Zug überfahren. Eine positive Entwicklung in dem Projekt ist, dass schon mehrere Jungtiere in freier Wildbahn geboren wurden. Wenn man sich die kleinen tollpatschigen Kuschelkatzen vorstellt, dann kann man doch eigentlich diesem Projekt nur seine Zustimmung geben und hoffen, dass es von allen Menschen akzeptiert wird. Bei den Harzern scheint es jedenfalls so zu sein.

Mit der Wiederansiedlung des Luchses im Harz und in anderen Teilen Deutschlands wird ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung dieser seltenen Tierart geleistet. Denn wenn früher in diesen Regionen ein Leben mit dem Luchs möglich gewesen sein soll, warum soll es in der heutigen zivilisierten Zeit nicht auch funktionieren. Auch die Luchse werden uns dafür in irgendeiner Art und Weise dankbar sein. Sie sterben nicht aus, helfen das Gleichgewicht in den Wäldern zu halten und sie geben uns durch ihr Dasein einfach nur Freude.

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