Kostenlos, effektiv und nützlich: Laubhaufen für Igel.
Wer kennt sie nicht: die kleinen kugelrunden Gesellen, die sich jeden Herbst aufs Neue auf Entdeckungstour machen: Igel. Von Kindern als auch Erwachsenen geliebt, sind sie immer wieder eine Bereicherung für unseren Garten. Doch was geschieht, wenn es kalt wird und der kleine Kerl mit eisigen Pfoten durch die Welt tapsen muss?
Jeder von uns kann, ohne Geld oder stundenlange Arbeit investieren zu müssen, den kleinen Igeln helfen, den Winter heil zu überstehen.
Die Lösung ist ein einfacher Laubhaufen im Garten, geschickt unter Bäumen oder Büschen positioniert. Hier ist er zum Einen vor den meisten Wetterbegebenheiten geschützt und zum anderen die ideale Behausung für die Igel. Statt das überschüssige Laub, was im Herbst von den Bäumen fällt, einfach zusammenzurechen und auf den Kompost zu werfen, kann es ganz einfach zu einem kleinen Berg angehäuft und im Garten behalten werden. Hierbei kommt es nicht darauf an, ob es sonderlich schön aussieht, kunstvoll gestaltet ist oder riesengroß ist. Effizienz ist wichtig. Effizienz, die einem kleinen Igel eine Überwinterungsmöglichkeit gibt. Den perfekten Laubhaufen gibt es nicht, jeder kann seinen Zweck erfüllen. Wer es dem kleinen Bewohner besonders gemütlich schaffen will, kann den Laubhaufen noch mit einem kleinen Spitzdach verzieren, um ihn noch besser vor Regen und Wind zu schützen.
Besonders für Kinder dürfte es eine gelungene Abwechslung sein, diese Behausung für den Igel zu schaffen. Bei entsprechender Ausdauer und Geduld können sogar kleinere Mengen an Laub gesammelt werden, die dann am Ende einen großen Unterschlupf für ein kleines Tier bieten. Und wie groß dürfte die Freude daran sein, wenn dann am Ende tatsächlich ein kleiner kugelrunder Zeitgenosse sein neues Heim bezieht?
Noch dazu ist diese Möglichkeit sehr umweltschonend und bereichernd. Und insbesondere jeder kleine Igel dürfte sich freuen, wenn er, anstatt zu frieren, in einem liebevoll angehäuften Laubhaufen überwintern darf.
Tags: Deutschland, Garten, Igel, Laubhaufen, Winter
Der Mensch hatte es vor rund 200 Jahren geschafft, dass sich in den Wäldern des Harzes kein Luchs mehr befand. Er war ausgerottet. Zum Glück gibt es in der heutigen Zeit wieder Menschen, die den Versuch starten wollten den Luchs in seinem alten Gebiet wieder heimisch werden zu lassen. Unterstüzt wurde das ganze Projekt vom Nationalpark Harz.
Nach der Prüfung über die Vorraussetzungen für ein Leben in freier Wildbahn fanden Luchse aus dem Nationalpark Harz den Weg in die Freiheit, blieben aber weiterhin unter ständiger Beobachtung mit Hilfe von Ferngläsern, Fotofallen, Spurenauswertungen… Überleben konnten diese bis jetzt, indem sie sich von kleineren Beutetieren, wie dem Fuchs, Marder oder Wildschwein, Rehen und Rothirschkälbern ernähren. Leider fielen den Luchsen auch Schafe und Ziegen zum Opfer. Die betroffenen Besitzer wurden dafür vom Land Niedersachsen entschädigt. Ein paar Exemplare fanden durch Krankheit oder schwerwiegenden Verletzungen den Tod. Einer der “Erstbesiedler” wurden leider von einem Zug überfahren. Eine positive Entwicklung in dem Projekt ist, dass schon mehrere Jungtiere in freier Wildbahn geboren wurden. Wenn man sich die kleinen tollpatschigen Kuschelkatzen vorstellt, dann kann man doch eigentlich diesem Projekt nur seine Zustimmung geben und hoffen, dass es von allen Menschen akzeptiert wird. Bei den Harzern scheint es jedenfalls so zu sein.
Mit der Wiederansiedlung des Luchses im Harz und in anderen Teilen Deutschlands wird ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung dieser seltenen Tierart geleistet. Denn wenn früher in diesen Regionen ein Leben mit dem Luchs möglich gewesen sein soll, warum soll es in der heutigen zivilisierten Zeit nicht auch funktionieren. Auch die Luchse werden uns dafür in irgendeiner Art und Weise dankbar sein. Sie sterben nicht aus, helfen das Gleichgewicht in den Wäldern zu halten und sie geben uns durch ihr Dasein einfach nur Freude.
Tags: Ansiedlung, Harz, Luchs, Nationalpark
Auflugsziel
Wildparks findet man in der Nähe von vielen Städten. Sie sind ein beliebtes Ausflugsziel für Familien mit Kindern. Die „Bevölkerung“ der Wildparks ist mehr oder weniger exotisch. In der Regel beschränken sich Wildparks auf leicht zu ernährende Tiere, weil die Nahrungsbeschaffung erhebliche Kosten verursachen kann, die durch die meist relativ niedrigen Eintrittsbeiträge nicht gedeckt werden können.
Die Wildparks unterliegen behördlicher Aufsicht. Die Tiere müssen artgerecht gehalten werden. Das ist schon die erste wichtige Schutzfunktion für die Tiere. Doch haben die Besitzer der Wildparks in der Regel selbst großes Interesse, das es ihren Tieren gut geht. Denn kranke Tiere erfordern den Tierarzt, und der ist teuer.
Tierheim
Der Tierschutz im Wildpark kann aber noch weiter ausgedehnt werden. Dem Wildpark kann beispielsweise ein Tierheim angeschlossen sein. Denn die Besucher sind meist tierfreundlich, und wenn dann das Kind um einen Hund oder eine Katze bettelt, dann ist es eine gute Idee, es mit einem Tier aus dem Tierheim zu versuchen. Es muss ja nicht unbedingt ein Rassehund oder eine Rassekatze sein. Kinder mögen Tiere auch ohne Zertifikat vom Züchter.
Inwieweit ein Tierpark den Schutz bedrohter Tierarten übernehmen kann, da gehen die Meinungen auseinander. In den üblichen kleinen Tierparks gibt es dazu kaum genügend Platz. Diese Tierarten sind ja oft auch solche, die spezielle Bedingungen erfordern. Und diese kann man in diesen Tierparks nicht bereitstellen. In größeren Parks ist es aber schon möglich, sich um derartige Tiere zu kümmern.
Ein anderer Aspekt muss noch angeführt werden: die Fütterung. Tierparks bieten die Nähe zu Tieren, und da liegt es auch nahe, diese zu füttern, um so ihr Zutrauen zu erwerben. Doch ist zu beachten, dass einerseits unkontrolliertes Füttern durch die Besucher einerseits zu Überernährung, andererseits aber auch zu einseitiger bzw. Mangelernährung führen kann. Deshalb sollte man die Fütterungsregeln des Tierparks einhalten und kein eigenes Futter mitbringen, sondern eventuell vom Park angebotenes verwenden. Wer möchte, kann für Tierfutter eine Spende da lassen.