Tiere in Freiheit
Vor der Ausrottung stehende, wilde Tiere

Archive for August, 2011

Die Rote Liste

Posted in Artenschutz  by Aurica on August 27th, 2011

Die „International Union for Conservation of Nature“ (IUCN) gibt die Rote Liste der gefährdeten Arten seit 1966 heraus. 1948 wurde die Weltnaturschutzunion gegründet, sie besteht aus über 800 Nichtregierungsorganisationen aus 80 Staaten und etwa 120 Regierungsorganen. Das Bundesministerium für Umwelt, das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) sind beispielsweise Nichtregierungsorganisationen aus Deutschland.

Einzelne Bundesländer oder Staaten können aber auch Listen mit gefährdeten Pflanzen- und Tierarten veröffentlichen. Diese haben einen besonderen regionalen Bezug und werden ebenfalls Rote Listen genannt.

Weltweit sind die Amphibien die am meisten bedrohten Tiere. Darunter fallen zum Beispiel die Lurche und Kriechtiere.

Gefährdete Nutztiere in Deutschland sind zum Beispiel Schweine (Deutsches Sattelschwein, Wollschwein…), Pferde (Rottaler, Senner, Rheinisch Deutsches Kaltblut…) und Hunde (Großspitz, Mittelspitz, Altdeutscher Hütehund…).

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Schimpansen sind nicht die intelligentesten Affen

Posted in Wissenschaft  by Leo on August 20th, 2011

Eine weit verbreitete These besagt, dass Schimpansen, die intelligentesten Affen darstellen. Dazu gab es in der Vergangenheit schon viele Forschungsprojekte deren Ergebnisse bereits publiziert sind. Aktuell sind weitere Studien in Arbeit, die in Kürze veröffentlicht werden.
Einige dieser Forschungsarbeiten liefern aber Ergebnisse die den Status des Schimpansen als intelligenteste Affenart zumindest hinterfragen lässt. Zunächst muss man, um die Gruppe der Schimpansen näher zu definieren, festhalten, dass wenn üblicherweise vom Schimpansen selbst gesprochen wird, meist der “gemeine Schimpanse” gemeint wird. In der Gattung der Schimpansen (Pan) findet man aber außerdem noch den sogenannten “Zwergschimpansen” oder auch “Bonobo”.

Diese Primatenart zeichnet sich einerseits durch sein weitaus weniger aggressives Verhalten, aber auch durch seinen optisch zierlicheren Körperbau aus. Beobachtungen in einem deutschen Zoo berichteten vom Erkennen von Zusammenhängen, von “Ursache und Wirkung” einer Situation: Während Schimpansen, Orang Utans und Gorillas bald verstanden haben wie man einen Wasserstrahl von einem Druckschalter aus bedient, der dann 3 Minuten Wasser mit einem dicken Strahl in ein Becken spritzt, waren es die Bonobos alleine, die auch bald fähig waren den Druckschalter so zu bedienen, dass der Hahn lediglich tröpfelt und so die Wassertropfen mit der Hand aufzufangen und dann den Schalter wieder abzuschalten, so dass sie der starke Strahl nicht mehr trifft. Auch in Hinblick auf die Sensibilität, die Bonobos zeigen, kann man annehmen, das diese Primaten intelligenter als andere sind: Nimmt man an, dass nervöse Reaktionen und die Empfindlichkeit gegenüber Veränderungen und Störungen von außen ein Maß für die Intelligenz ist, dann sind die Bonbons mit großer Wahrscheinlichkeit intelligenter als Schimpansen.

Sie reagieren viel empfindlicher auf Eingriffe in Ihr Umfeld – nicht umsonst sind einige der Bonbons in Tiergärten und Zoos bei medizinischen Routineuntersuchungen an Schock gestorben.
Weitere interessante neue Studienergebnisse belegen weiters, dass es auch innerhalb einer Affenart immense Unterschiede der Individuen gibt. Bei durchgeführten Intelligenztests an Liszt-Äffchen erhielten Forscher der Universität Cambridge bei der Auswertung eine Bandbreite von sehr guten bis sehr schlechten Resultaten.

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Winterruhe, welche Tiere verschlafen den Winter?

Posted in Tiere in Freiheit  by Wildhüter on August 13th, 2011

So schön der Winter mit seinen Schneeflocken und den verwunschenen Reifbäumen auch sein mag, für die Tierwelt ist er vor allem eine Zeit des Mangels. Es ist kalt, die Erde ist gefroren und gibt keine Nahrung, die Nächte sind lang. Darauf hat sich die Fauna eingestellt und jedes Tier hat so seine eigene Überlebensstrategie entwickelt. Eine davon ist, den Winter ganz einfach zu verschlafen, der Winterschlaf (Hibernation).
Welche Tiere halten denn nun Winterschlaf? Da sind einmal die Nagetiere (Rodentia), deren bekanntestes Exemplar wohl der Siebenschläfer ist. Er geht auf Nummer sicher und verschläft tatsächlich 7 Monate des Jahres. Es gehört aber auch die kleine Haselmaus dazu, mit ihrem dichten Schwanz und unser größtes Nagetier, das Murmeltier. In einem ca. 2 m tiefen Erdbau übersteht es die kalte Jahreszeit. Obwohl es ca. 1 mal im Monat erwacht, um die Blase zu entleeren, ist es ein echter Winterschläfer. Das heißt, während seines Winterschlafes sind die Lebensvorgänge stark reduziert (Torpor): die Körpertemperatur sinkt, der Herzschlag und die Atemzüge verlangsamen sich, das Blut fließt nur mehr langsam und sogar die Gehirntätigkeit ist verringert. Dadurch verbraucht der Körper viel weniger Nahrung und kann sich von seinen, im Herbst angefressenen, Reserven ernähren. Bei zu häufiger Unterbrechung des Winterschlafes läuft das Tier Gefahr zu verhungern, da es zusätzliche Kraftreserven verbraucht, die nicht ersetzt werden können.

Der Igel, selbstverständlich gehört zu den Winterschläfern und alle unsere Fledermausarten, die den Winter zur Gänze verschlafen.
Die warmen Frühlingstemperaturen geben den Tieren dann das Signal zu erwachen und ihre Körperfunktionen werden langsam wieder hochgefahren.

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Europas giftige Tiere

Posted in Gefährliche Tiere  by Leo on August 6th, 2011

Weit verbreitet ist die Meinung, dass giftige Tiere nur in weit entfernten Ländern wie Australien und Afrike zu finden sind. Meist fallen einem zu diesem Begriff Schlangen, Skorpione und Spinnen ein.
Jedoch auch in Europa gibt es giftige Tiere.

Die Kreuzotter, eine Vipernart, die eine Länge von etwa 70 cm erreicht, ist in Deutschland und anderen Teilen Europas anzutreffen. Sie besitzt ein relativ starkes Gift, welches aber nur in einer sehr geringen Menge abgegeben wird. Der Biß einer Kreuzotter ist also nicht tödlich für den Menschen, kann aber stärkere Schwellungen und Schmerzen an der Bißstelle hervorrufen.

In Südeuropa sind die Aspisviper und die Sandotter anzutreffen; auch diese Tiere zählen zu den Gifttieren Europas. Der Biß einer Aspisviper ähnelt dem einer Kreuzotter, jedoch können die im Gift enthaltenen Neutotoxine Atemnot und Herzbeschwerden hervorrufen, welche im Extremfall auch tödlich enden könnten.

Die Sandotter ist in Italien, Österreich, Slowenien und Kroatien bis in den Kaukasus anzutreffen; ihr Gift ist als stark einzustufen. Ihr Gift besteht aus gewebszerstörenden Substanzen und Nervengiften, die Lähmungen hervorrufen. Todesfälle durch den Biß der Sandotter sind meist bei Kleinkindern und sehr geschwächten Personen zu verzeichnen.
Die Kreuzspinne und die Wasserspinne – beides in ganz Europa anzutreffende Exemplare – gelten als schwach giftig. Bei beiden Arten bildet sich eine mittelmäßige bis starke Schwellung um die Bißstelle; eine leichte Lähmungserscheinung rund um die betroffene Stelle ist möglich.
Als ziemlich giftig und unangenehm gilt der Biss des sogenannten Dornfingers; diese Spinnenart kommt nur in sehr warmen Gegenden in Deutschland vor. Übelkeit, Kopfschmerzen und Erbrechen, sogar Erhöhung der Körpertemperatur sind möglich; um die Bißstelle kann sich das Gewebe bläulich-lila verfärben.

Zusammenfassen kann man sagen, dass es in Europa viele Tierarten gibt, welche schwach bis mäßig giftig sind, aber nur sehr wenige, von denen eine direkte tödliche Gefahr ausgeht. Die meisten Tiere sind scheu und ziehen sich bei Gefahr zurück; man sollte sich in der Natur in jedem Fall achtsam und vorsichtig verhalten, den Tieren ihren Lebensraum lassen und Rückzugsmöglichkeiten gewähren, dann ist die Gefahr eines Bisses relativ unwahrscheinlich.

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