Der Mensch hatte es vor rund 200 Jahren geschafft, dass sich in den Wäldern des Harzes kein Luchs mehr befand. Er war ausgerottet. Zum Glück gibt es in der heutigen Zeit wieder Menschen, die den Versuch starten wollten den Luchs in seinem alten Gebiet wieder heimisch werden zu lassen. Unterstüzt wurde das ganze Projekt vom Nationalpark Harz.
Nach der Prüfung über die Vorraussetzungen für ein Leben in freier Wildbahn fanden Luchse aus dem Nationalpark Harz den Weg in die Freiheit, blieben aber weiterhin unter ständiger Beobachtung mit Hilfe von Ferngläsern, Fotofallen, Spurenauswertungen… Überleben konnten diese bis jetzt, indem sie sich von kleineren Beutetieren, wie dem Fuchs, Marder oder Wildschwein, Rehen und Rothirschkälbern ernähren. Leider fielen den Luchsen auch Schafe und Ziegen zum Opfer. Die betroffenen Besitzer wurden dafür vom Land Niedersachsen entschädigt. Ein paar Exemplare fanden durch Krankheit oder schwerwiegenden Verletzungen den Tod. Einer der “Erstbesiedler” wurden leider von einem Zug überfahren. Eine positive Entwicklung in dem Projekt ist, dass schon mehrere Jungtiere in freier Wildbahn geboren wurden. Wenn man sich die kleinen tollpatschigen Kuschelkatzen vorstellt, dann kann man doch eigentlich diesem Projekt nur seine Zustimmung geben und hoffen, dass es von allen Menschen akzeptiert wird. Bei den Harzern scheint es jedenfalls so zu sein.
Mit der Wiederansiedlung des Luchses im Harz und in anderen Teilen Deutschlands wird ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung dieser seltenen Tierart geleistet. Denn wenn früher in diesen Regionen ein Leben mit dem Luchs möglich gewesen sein soll, warum soll es in der heutigen zivilisierten Zeit nicht auch funktionieren. Auch die Luchse werden uns dafür in irgendeiner Art und Weise dankbar sein. Sie sterben nicht aus, helfen das Gleichgewicht in den Wäldern zu halten und sie geben uns durch ihr Dasein einfach nur Freude.
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Wale leben ausschließlich im Wasser und sind die größten Säugetiere auf der Erde. Sie teilen sich in ca. 80 Arten auf. Das größte Säugetier an Land ist der Elefant, der Wal aber überragt diesen jedoch bei weitem, was Größe, Gewicht etc. betrifft. Wale gehören, wie es irreführenderweise oft heißt, nicht zu den Fischen, sondern wie gesagt zu den Säugetieren, da sie ihre Kälber mit sehr fettreicher Muttermilch nach der Geburt unter Wasser säugen. Und sie atmen und haben nicht Kiemen wie Fische. In bestimmten Abständen müssen die Wale an die Wasseroberläche, um Luft zu holen. Die gestaute Atemluft wird durch das Blasloch ausgestoßen. Die größte Walart ist der Blauwal, der eine Körperlänge bis zu 33,50 Metern und ein Gewicht von bis zu 200 Tonnen aufweisen kann. Trotz dieser Größe können Wale sehr alt werden, manche Arten erreichen sogar ein Alter von 200 Jahren.
Im Laufe der Evolution hat sich der Wal perfekt an das Leben im Wasser angepasst. Seine spindelartige Form und eine glatte Haut lassen ihn im Wasser dahinschweben und garantieren eine widerstandslose Fortbewegung. Die Haut besteht aus einer dicken Fettschicht, welche zur Wärmeisolierung dient. Sie kommen in allen Meeren der Welt vor, in den Tiefen der Nord- oder Ostsee, im Mittelmeer, im Polarmeer sowie in der Arktis. Ihre Fettschicht schützt sie hier vor der Kälte. Im Laufe ihres Lebens legen Wale tausende an Kilometern zurück, denn sie wandern hin und her zwischen Aufzuchtgebieten für ihre Kälber und ihren Nahrungsgebieten. Auch in Flüssen kommen kleinere Walarten vor. Sie orientieren sich mittels eines perfekten Schallortungssystems, es ist noch nicht genau erforscht, wie dieses funktioniert und warum es manchmal zu Fehlorientierungen kommt und Wale an an Land stranden. Hier sind sie auf schnelle Hilfe von außen angewiesen, denn alleine gelangen sie nur schwer wieder ins Meer. Liegen sie einmal auf, ist Eile geboten, das Tier aus der misslichen Lage zu befreien, denn das eigene Körpergewicht zerdrückt die Lungen und die Rippen. Naturschützer und Tierfreunde versuchen hier immer ihr Bestes.
Wale werden also wie Elefanten sehr alt, sind die größten Tiere, die es gibt und gelten, wie Elefanten auch, als sehr intelligent. Über Klanglaute kommunizieren die Tiere unter Wasser. Sie sind sehr gesellig und haben ein hoch entwickeltes Sozialverhalten. Meistens leben Wale in Gruppen von 10 – 50 Artgenossen zusammen, während der Paarungszeit kann so eine Gruppe auch auf bis 1.000 Tiere anwachsen, die nicht nur aus einer Walart besteht. Ihr Jagdverhalten auf kleinere Fische ist sehr ausgeklügelt und sie arbeiten oft in Teamarbeit miteinander. Ansonsten sind es sehr friedliche Tiere, die durch den Menschen leider sehr bedroht sind und viele Arten kurz vor dem Aussterben stehen.
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Die Ordnung der Raubtiere (Carnivora) umfasst die Hundeartigen (Canoidea) und Katzenartigen (Feloidea).
Zu den Hundeartigen gehören neben Wolf und Rotfuchs auch Goldschakal, Braunbär, die Angehörigen der Marderfamilie sowie Waschbär und Marderhund.
Der Wolf war in einigen Ländern Westeuropas ausgerottet, in den letzten Jahrzehnten entwickelt sich der Gesamtbestand aber wieder positiv. Wölfe sind in offenen Landschaften wie auch in Wäldern zu finden. Im Vergleich zum Wolf kommt der Rotfuchs bedeutend häufiger vor. Ursprünglich ein Waldbewohner, lebt dieser Allesfresser heutzutage auch in besiedelten Gebieten. Der seltenste Wildhund Europas ist der Goldschakal, der in Südosteuropa vorkommt und offene Flächen bevorzugt.
Der Braunbär ist in Teilen Europas ausgestorben, es gibt aber einzelne Wiederansiedelungsprojekte. Dieser große Allesfresser bewohnt hauptsächlich Wälder. Aus einem solchen Projekt kam auch der berühmte Bär “Bruno” alias JJ1.
Die Familie der Marder umfasst neben Stein- und Baummarder u.a. den Dachs, den Vielfraß, den Fischotter, den Europäischen Nerz sowie alle Wiesel- und Iltisarten. Marder ernähren sich vorrangig von Fleisch. Einer der bekanntesten Marder ist der Steinmarder, der hauptsächlich in felsigem Gelände, aber auch in menschlichen Siedlungen lebt. Der Baummarder hingegen ist seinem Namen entsprechend ein Waldbewohner. Dort findet man auch den Dachs, der sich ungewöhnlicherweise größtenteils von Pflanzen ernährt. Der größte Marder ist der in Skandinavien vorkommende Vielfraß. Als kleinste Art steht ihm das Mauswiesel gegenüber. Zu den Wieseln gehört auch das im Winter schneeweiße Hermelin. Ihre für Marder untypische semiaquatische Lebensweise zeichnet Fischotter und Nerz aus.
Zwei Arten, die erst seit wenigen Jahrzehnten in Europa leben, sind Waschbär und Marderhund. Sie sehen sich sehr ähnlich, sind beide Allesfresser und leben meist in Wäldern. Allerdings gehört der Waschbär zu den Kleinbären, der Marderhund zu den Echten Hunden.
Die in Europa heimischen Katzenartigen sind die Wildkatze und der Eurasische Luchs.
Beide Arten brauchen große Waldgebiete, die durch Abholzung und Zersiedelung bedroht sind. Der Luchs wurde zudem früher stark bejagt, aktuell gibt es aber Wiederansiedelungsprojekte.
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