Tiere in Freiheit
Vor der Ausrottung stehende, wilde Tiere

Europas giftige Tiere

Posted in Gefährliche Tiere  by Leo on August 6th, 2011

Weit verbreitet ist die Meinung, dass giftige Tiere nur in weit entfernten Ländern wie Australien und Afrike zu finden sind. Meist fallen einem zu diesem Begriff Schlangen, Skorpione und Spinnen ein.
Jedoch auch in Europa gibt es giftige Tiere.

Die Kreuzotter, eine Vipernart, die eine Länge von etwa 70 cm erreicht, ist in Deutschland und anderen Teilen Europas anzutreffen. Sie besitzt ein relativ starkes Gift, welches aber nur in einer sehr geringen Menge abgegeben wird. Der Biß einer Kreuzotter ist also nicht tödlich für den Menschen, kann aber stärkere Schwellungen und Schmerzen an der Bißstelle hervorrufen.

In Südeuropa sind die Aspisviper und die Sandotter anzutreffen; auch diese Tiere zählen zu den Gifttieren Europas. Der Biß einer Aspisviper ähnelt dem einer Kreuzotter, jedoch können die im Gift enthaltenen Neutotoxine Atemnot und Herzbeschwerden hervorrufen, welche im Extremfall auch tödlich enden könnten.

Die Sandotter ist in Italien, Österreich, Slowenien und Kroatien bis in den Kaukasus anzutreffen; ihr Gift ist als stark einzustufen. Ihr Gift besteht aus gewebszerstörenden Substanzen und Nervengiften, die Lähmungen hervorrufen. Todesfälle durch den Biß der Sandotter sind meist bei Kleinkindern und sehr geschwächten Personen zu verzeichnen.
Die Kreuzspinne und die Wasserspinne – beides in ganz Europa anzutreffende Exemplare – gelten als schwach giftig. Bei beiden Arten bildet sich eine mittelmäßige bis starke Schwellung um die Bißstelle; eine leichte Lähmungserscheinung rund um die betroffene Stelle ist möglich.
Als ziemlich giftig und unangenehm gilt der Biss des sogenannten Dornfingers; diese Spinnenart kommt nur in sehr warmen Gegenden in Deutschland vor. Übelkeit, Kopfschmerzen und Erbrechen, sogar Erhöhung der Körpertemperatur sind möglich; um die Bißstelle kann sich das Gewebe bläulich-lila verfärben.

Zusammenfassen kann man sagen, dass es in Europa viele Tierarten gibt, welche schwach bis mäßig giftig sind, aber nur sehr wenige, von denen eine direkte tödliche Gefahr ausgeht. Die meisten Tiere sind scheu und ziehen sich bei Gefahr zurück; man sollte sich in der Natur in jedem Fall achtsam und vorsichtig verhalten, den Tieren ihren Lebensraum lassen und Rückzugsmöglichkeiten gewähren, dann ist die Gefahr eines Bisses relativ unwahrscheinlich.

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Erste Hilfe bei Unfällen mit Tieren

Posted in Tiere in Freiheit  by Aurica on July 30th, 2011

Es kommt immer wieder vor, dass ein Tier, das offensichtlich sich selbst überlassen am Straßenrand umherirrt, im Straßenverkehr verunglückt.

Was ist zu tun?
Jeder Fahrzeugführer hat eine ethische und gesetzliche Verpflichtung, sich um das angefahrene Tier zu kümmern. Das fordert das Tierschutzgesetz. Die eigene Hilflosigkeit ist ein häufiges Motiv, einem Tier nicht zu helfen, denn der Fahrzeugführer, welcher ein Tier findet oder selbst eines angefahren hat, weiß oft nicht, was er tun soll.

Ein Wildtier wurde angefahren
Auch Wildtiere, wie zum Beispiel ein Reh oder ein Fuchs, die angefahren wurden, dürfen auf keinen Fall am Straßenrand zurückgelassen werden. Allerdings sind Wildtiere in den meisten Fällen so schwer verletzt, dass sie an ihren Verletzungen erliegen, oder sogar getötet werden müssen.
Bei einem Wildschaden besteht die gesetzliche Verpflichtung, noch vor Ort die Polizei zu informieren.

Die wichtigsten Schritte:
- Bewahren Sie Ruhe! Dem Tier hilft keine Panik.
- Sichern Sie die Unfallstelle ab, damit kein anderes Auto in die Unfallstelle hinein fährt (Warnblinker, Warnweste, Warndreieck).
- Rufen Sie die Polizei oder die Feuerwehr an und machen Sie Angaben zur Unfallstelle. Es ist wichtig, dass Sie die Unfallstelle nicht verlassen, bis der Jagdausübungsberechtigte oder die Rettungskräfte eingetroffen sind; teilen Sie den Rettungskräften beim Anruf mit, dass Sie an der Unfallstelle warten. Dadurch schließen Sie aus, dass das Tier eventuell stundenlang an der Unfallstelle liegen bleibt. Sollte nach einer halben Stunde keine Rettung in Sicht sein, rufen Sie die Rettungskräfte erneut an. Stellen Sie sicher, dass in angemessener Zeit wirklich jemand an der Unfallstelle eintrifft.
- Halten Sie bei verletzten Füchsen oder Rehen Abstand, bis professionelle Hilfe eintrifft. Verletzte Rehe oder Füchse können sehr unberechenbar und wehrhaft sein und den Finder gegebenenfalls gefährden.

Was tun, wenn Sie wieder zu Hause sind?
Wenn der Unfall mit Ihrem privaten Auto passiert, sagen Sie Ihrer Versicherung bescheid, diese wird Ihnen den weiteren Verhaltensweg erläutern. Sollte der Unfall mit dem Firmenwagen passiert sein, informieren Sie sofort Ihren Chef. Wenn der Unfall mit einem Mietauto verursacht wurde, wenden Sie sich umgehend an die betreffende Vermietung.

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Gepard, wirklich das schnellste Tier der Welt?

Posted in Raubtiere  by Aurica on July 23rd, 2011

Ist der Gepard wirklich das schnellste Tier der Welt? Diese Frage ist ziemlich einfach zu beantworten, da es ein Tier auf der Welt gibt, welches doppelt so schnell ist wie der Gepard. Der Gepard läuft unglaubliche 140 Kilometer in der Stunde, wenn er seine Beute verfolgt. Dabei ist der Gepard sogar bei den meisten Versuchen erfolgslos, da er nicht so wendig ist, wie seine Beute, die zwar langsamer ist, aber besser hin und her laufen kann. Bei so einer Geschwindigkeit ist es schwer die Richtung zu ändern. Es gibt aber einen Vogel, der doppelt so schnell ist wie der Gepard. Der Wanderfalke ist der schnellste Jäger in der Luft. Bei seinen Beuteflügen erreicht er teilweise bis zu 300 Stundenkilometer. Der Wanderfalke fliegt sehr hoch über der Landoberfläche, und begibt sich bei Entdeckung der Beute, dank seiner sehr guten Augen, zu einem Sturzflug, indem er diese Topwerte erreichen kann. Der Falke ist trotz seiner hohen Geschwindigkeit in der Lage die Beute noch in der Luft zu schnappen. Die Wanderfalken sind vom Aussterben bedroht, es gibt in Deutschland nur noch sehr weniger Brutpaare. Der Wanderfalke schlägt oft kleinere Vögel und lebt in den höheren Alpenregionen. Er ist also deutlich schneller als ein Gepard, der zu den schnellsten Landtieren gehört.

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Von welchem Tier stammt der Mensch ab?

Posted in Wissenschaft  by Wildhüter on July 16th, 2011

Sind wir eigentlich nur “neuere” Affen? Ganz so einfach ist die Entwicklung des Menschen nicht gelaufen. Auch wenn ein beliebtes Schlagwort ist, “wir stammen vom Affen ab”, ist das nicht die richtige Antwort.

Heutige Affen und wir Menschen sind eher so etwas wie Vettern. Irgendwann, weit in der Vergangenheit, hatten wir nämlich gemeinsame Vorfahren. Dann haben sich Mensch und Affe in verschiedene Richtungen entwickelt. Also ist auch der Uraffe nicht etwa einfach nur Affe geblieben, sondern hat sich zu dem entwickelt, was wir heute kennen. Wie kann so etwas sein? Das ist die Evolution! Selektion und Anpassung heißen die Schlagworte. Eigenschaften, die Vorteile bringen, werden leichter vererbt, als andere. Wir können uns eigentlich nicht vorstellen, daß dieser simple Vorgang reicht, irgendwann den Menschen entstehen zu lassen. Das können wir deshalb nicht, weil es uns schwer fällt, die Bedeutung der Zeit richtig einzuschätzen. Jahrtausend um Jahrtausend vergeht, viele Generationen braucht es, um Veränderungen tatsächlich sichtbar werden zu lassen. So gab es also vor mehr als drei Millionen Jahren die inzwischen berühmte Lucy. Ihr Skelett fand man im Jahr 1974 in Äthiopien. Lucy ist anders als die damals bekannten Tiere. Lucy lief schon aufrecht. Aber Lucy ist auch noch kein moderner Mensch. Lucy hatte Fell, war klein, und hatte nur ein geringes Hirnvolumen. Aber diese Bauart war erfolgreich. Etwas vereinfacht könnte man sagen, wir alle stammen von Lucy ab. Über die Jahrmillionen entwickelten wir uns weiter, bis, vor etwa 150.000 Jahren, der moderne Mensch fertig war.

Fassen wir zusammen: Wir stammen von einem Lebewesen ab, das heute nicht mehr existiert. Es war kein Affe, aber auch noch kein Mensch. Seine Nachkommen entwickelten sich über mehrere Linien. Eine Linie war Lucy, und damit unsere Linie. Aus anderen entwickelten sich die Affen, wie wir sie heute kennen.

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