Sind wir eigentlich nur “neuere” Affen? Ganz so einfach ist die Entwicklung des Menschen nicht gelaufen. Auch wenn ein beliebtes Schlagwort ist, “wir stammen vom Affen ab”, ist das nicht die richtige Antwort.
Heutige Affen und wir Menschen sind eher so etwas wie Vettern. Irgendwann, weit in der Vergangenheit, hatten wir nämlich gemeinsame Vorfahren. Dann haben sich Mensch und Affe in verschiedene Richtungen entwickelt. Also ist auch der Uraffe nicht etwa einfach nur Affe geblieben, sondern hat sich zu dem entwickelt, was wir heute kennen. Wie kann so etwas sein? Das ist die Evolution! Selektion und Anpassung heißen die Schlagworte. Eigenschaften, die Vorteile bringen, werden leichter vererbt, als andere. Wir können uns eigentlich nicht vorstellen, daß dieser simple Vorgang reicht, irgendwann den Menschen entstehen zu lassen. Das können wir deshalb nicht, weil es uns schwer fällt, die Bedeutung der Zeit richtig einzuschätzen. Jahrtausend um Jahrtausend vergeht, viele Generationen braucht es, um Veränderungen tatsächlich sichtbar werden zu lassen. So gab es also vor mehr als drei Millionen Jahren die inzwischen berühmte Lucy. Ihr Skelett fand man im Jahr 1974 in Äthiopien. Lucy ist anders als die damals bekannten Tiere. Lucy lief schon aufrecht. Aber Lucy ist auch noch kein moderner Mensch. Lucy hatte Fell, war klein, und hatte nur ein geringes Hirnvolumen. Aber diese Bauart war erfolgreich. Etwas vereinfacht könnte man sagen, wir alle stammen von Lucy ab. Über die Jahrmillionen entwickelten wir uns weiter, bis, vor etwa 150.000 Jahren, der moderne Mensch fertig war.
Fassen wir zusammen: Wir stammen von einem Lebewesen ab, das heute nicht mehr existiert. Es war kein Affe, aber auch noch kein Mensch. Seine Nachkommen entwickelten sich über mehrere Linien. Eine Linie war Lucy, und damit unsere Linie. Aus anderen entwickelten sich die Affen, wie wir sie heute kennen.
Tags: Affen, Evolution, Mensch
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Artenschutz by Sandra Peters on May 24th, 2010
Die „International Union for Conservation of Nature“ (IUCN) gibt die Rote Liste der gefährdeten Arten seit 1966 heraus. 1948 wurde die Weltnaturschutzunion gegründet, sie besteht aus über 800 Nichtregierungsorganisationen aus 80 Staaten und etwa 120 Regierungsorganen. Das Bundesministerium für Umwelt, das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) sind beispielsweise Nichtregierungsorganisationen aus Deutschland.
Einzelne Bundesländer oder Staaten können aber auch Listen mit gefährdeten Pflanzen- und Tierarten veröffentlichen. Diese haben einen besonderen regionalen Bezug und werden ebenfalls Rote Listen genannt.
Weltweit sind die Amphibien die am meisten bedrohten Tiere. Darunter fallen zum Beispiel die Lurche und Kriechtiere.
Gefährdete Nutztiere in Deutschland sind zum Beispiel Schweine (Deutsches Sattelschwein, Wollschwein…), Pferde (Rottaler, Senner, Rheinisch Deutsches Kaltblut…) und Hunde (Großspitz, Mittelspitz, Altdeutscher Hütehund…).
Tags: amphibien, Aussterben, gefährdet, umwelt, weltnaturschutzunion
Weit verbreitet ist die Meinung, dass giftige Tiere nur in weit entfernten Ländern wie Australien und Afrike zu finden sind. Meist fallen einem zu diesem Begriff Schlangen, Skorpione und Spinnen ein.
Jedoch auch in Europa gibt es giftige Tiere.
Die Kreuzotter, eine Vipernart, die eine Länge von etwa 70 cm erreicht, ist in Deutschland und anderen Teilen Europas anzutreffen. Sie besitzt ein relativ starkes Gift, welches aber nur in einer sehr geringen Menge abgegeben wird. Der Biß einer Kreuzotter ist also nicht tödlich für den Menschen, kann aber stärkere Schwellungen und Schmerzen an der Bißstelle hervorrufen.
In Südeuropa sind die Aspisviper und die Sandotter anzutreffen; auch diese Tiere zählen zu den Gifttieren Europas. Der Biß einer Aspisviper ähnelt dem einer Kreuzotter, jedoch können die im Gift enthaltenen Neutotoxine Atemnot und Herzbeschwerden hervorrufen, welche im Extremfall auch tödlich enden könnten.
Die Sandotter ist in Italien, Österreich, Slowenien und Kroatien bis in den Kaukasus anzutreffen; ihr Gift ist als stark einzustufen. Ihr Gift besteht aus gewebszerstörenden Substanzen und Nervengiften, die Lähmungen hervorrufen. Todesfälle durch den Biß der Sandotter sind meist bei Kleinkindern und sehr geschwächten Personen zu verzeichnen.
Die Kreuzspinne und die Wasserspinne – beides in ganz Europa anzutreffende Exemplare – gelten als schwach giftig. Bei beiden Arten bildet sich eine mittelmäßige bis starke Schwellung um die Bißstelle; eine leichte Lähmungserscheinung rund um die betroffene Stelle ist möglich.
Als ziemlich giftig und unangenehm gilt der Biss des sogenannten Dornfingers; diese Spinnenart kommt nur in sehr warmen Gegenden in Deutschland vor. Übelkeit, Kopfschmerzen und Erbrechen, sogar Erhöhung der Körpertemperatur sind möglich; um die Bißstelle kann sich das Gewebe bläulich-lila verfärben.
Zusammenfassen kann man sagen, dass es in Europa viele Tierarten gibt, welche schwach bis mäßig giftig sind, aber nur sehr wenige, von denen eine direkte tödliche Gefahr ausgeht. Die meisten Tiere sind scheu und ziehen sich bei Gefahr zurück; man sollte sich in der Natur in jedem Fall achtsam und vorsichtig verhalten, den Tieren ihren Lebensraum lassen und Rückzugsmöglichkeiten gewähren, dann ist die Gefahr eines Bisses relativ unwahrscheinlich.
Tags: Europa, Gift, Spinnen
Wale leben ausschließlich im Wasser und sind die größten Säugetiere auf der Erde. Sie teilen sich in ca. 80 Arten auf. Das größte Säugetier an Land ist der Elefant, der Wal aber überragt diesen jedoch bei weitem, was Größe, Gewicht etc. betrifft. Wale gehören, wie es irreführenderweise oft heißt, nicht zu den Fischen, sondern wie gesagt zu den Säugetieren, da sie ihre Kälber mit sehr fettreicher Muttermilch nach der Geburt unter Wasser säugen. Und sie atmen und haben nicht Kiemen wie Fische. In bestimmten Abständen müssen die Wale an die Wasseroberläche, um Luft zu holen. Die gestaute Atemluft wird durch das Blasloch ausgestoßen. Die größte Walart ist der Blauwal, der eine Körperlänge bis zu 33,50 Metern und ein Gewicht von bis zu 200 Tonnen aufweisen kann. Trotz dieser Größe können Wale sehr alt werden, manche Arten erreichen sogar ein Alter von 200 Jahren.
Im Laufe der Evolution hat sich der Wal perfekt an das Leben im Wasser angepasst. Seine spindelartige Form und eine glatte Haut lassen ihn im Wasser dahinschweben und garantieren eine widerstandslose Fortbewegung. Die Haut besteht aus einer dicken Fettschicht, welche zur Wärmeisolierung dient. Sie kommen in allen Meeren der Welt vor, in den Tiefen der Nord- oder Ostsee, im Mittelmeer, im Polarmeer sowie in der Arktis. Ihre Fettschicht schützt sie hier vor der Kälte. Im Laufe ihres Lebens legen Wale tausende an Kilometern zurück, denn sie wandern hin und her zwischen Aufzuchtgebieten für ihre Kälber und ihren Nahrungsgebieten. Auch in Flüssen kommen kleinere Walarten vor. Sie orientieren sich mittels eines perfekten Schallortungssystems, es ist noch nicht genau erforscht, wie dieses funktioniert und warum es manchmal zu Fehlorientierungen kommt und Wale an an Land stranden. Hier sind sie auf schnelle Hilfe von außen angewiesen, denn alleine gelangen sie nur schwer wieder ins Meer. Liegen sie einmal auf, ist Eile geboten, das Tier aus der misslichen Lage zu befreien, denn das eigene Körpergewicht zerdrückt die Lungen und die Rippen. Naturschützer und Tierfreunde versuchen hier immer ihr Bestes.
Wale werden also wie Elefanten sehr alt, sind die größten Tiere, die es gibt und gelten, wie Elefanten auch, als sehr intelligent. Über Klanglaute kommunizieren die Tiere unter Wasser. Sie sind sehr gesellig und haben ein hoch entwickeltes Sozialverhalten. Meistens leben Wale in Gruppen von 10 – 50 Artgenossen zusammen, während der Paarungszeit kann so eine Gruppe auch auf bis 1.000 Tiere anwachsen, die nicht nur aus einer Walart besteht. Ihr Jagdverhalten auf kleinere Fische ist sehr ausgeklügelt und sie arbeiten oft in Teamarbeit miteinander. Ansonsten sind es sehr friedliche Tiere, die durch den Menschen leider sehr bedroht sind und viele Arten kurz vor dem Aussterben stehen.
Tags: Aussterben, Meer, Ozean, Säugetier, Wale