Tiere in Freiheit
Vor der Ausrottung stehende, wilde Tiere

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Winterruhe, welche Tiere verschlafen den Winter?

Posted in Tiere in Freiheit  by Wildhüter on August 13th, 2011

So schön der Winter mit seinen Schneeflocken und den verwunschenen Reifbäumen auch sein mag, für die Tierwelt ist er vor allem eine Zeit des Mangels. Es ist kalt, die Erde ist gefroren und gibt keine Nahrung, die Nächte sind lang. Darauf hat sich die Fauna eingestellt und jedes Tier hat so seine eigene Überlebensstrategie entwickelt. Eine davon ist, den Winter ganz einfach zu verschlafen, der Winterschlaf (Hibernation).
Welche Tiere halten denn nun Winterschlaf? Da sind einmal die Nagetiere (Rodentia), deren bekanntestes Exemplar wohl der Siebenschläfer ist. Er geht auf Nummer sicher und verschläft tatsächlich 7 Monate des Jahres. Es gehört aber auch die kleine Haselmaus dazu, mit ihrem dichten Schwanz und unser größtes Nagetier, das Murmeltier. In einem ca. 2 m tiefen Erdbau übersteht es die kalte Jahreszeit. Obwohl es ca. 1 mal im Monat erwacht, um die Blase zu entleeren, ist es ein echter Winterschläfer. Das heißt, während seines Winterschlafes sind die Lebensvorgänge stark reduziert (Torpor): die Körpertemperatur sinkt, der Herzschlag und die Atemzüge verlangsamen sich, das Blut fließt nur mehr langsam und sogar die Gehirntätigkeit ist verringert. Dadurch verbraucht der Körper viel weniger Nahrung und kann sich von seinen, im Herbst angefressenen, Reserven ernähren. Bei zu häufiger Unterbrechung des Winterschlafes läuft das Tier Gefahr zu verhungern, da es zusätzliche Kraftreserven verbraucht, die nicht ersetzt werden können.

Der Igel, selbstverständlich gehört zu den Winterschläfern und alle unsere Fledermausarten, die den Winter zur Gänze verschlafen.
Die warmen Frühlingstemperaturen geben den Tieren dann das Signal zu erwachen und ihre Körperfunktionen werden langsam wieder hochgefahren.

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Laubhaufen für Igel

Posted in Tiere in Freiheit  by Leo on May 27th, 2011

Kostenlos, effektiv und nützlich: Laubhaufen für Igel.
Wer kennt sie nicht: die kleinen kugelrunden Gesellen, die sich jeden Herbst aufs Neue auf Entdeckungstour machen: Igel. Von Kindern als auch Erwachsenen geliebt, sind sie immer wieder eine Bereicherung für unseren Garten. Doch was geschieht, wenn es kalt wird und der kleine Kerl mit eisigen Pfoten durch die Welt tapsen muss?
Jeder von uns kann, ohne Geld oder stundenlange Arbeit investieren zu müssen, den kleinen Igeln helfen, den Winter heil zu überstehen.

Die Lösung ist ein einfacher Laubhaufen im Garten, geschickt unter Bäumen oder Büschen positioniert. Hier ist er zum Einen vor den meisten Wetterbegebenheiten geschützt und zum anderen die ideale Behausung für die Igel. Statt das überschüssige Laub, was im Herbst von den Bäumen fällt, einfach zusammenzurechen und auf den Kompost zu werfen, kann es ganz einfach zu einem kleinen Berg angehäuft und im Garten behalten werden. Hierbei kommt es nicht darauf an, ob es sonderlich schön aussieht, kunstvoll gestaltet ist oder riesengroß ist. Effizienz ist wichtig. Effizienz, die einem kleinen Igel eine Überwinterungsmöglichkeit gibt. Den perfekten Laubhaufen gibt es nicht, jeder kann seinen Zweck erfüllen. Wer es dem kleinen Bewohner besonders gemütlich schaffen will, kann den Laubhaufen noch mit einem kleinen Spitzdach verzieren, um ihn noch besser vor Regen und Wind zu schützen.

Besonders für Kinder dürfte es eine gelungene Abwechslung sein, diese Behausung für den Igel zu schaffen. Bei entsprechender Ausdauer und Geduld können sogar kleinere Mengen an Laub gesammelt werden, die dann am Ende einen großen Unterschlupf für ein kleines Tier bieten. Und wie groß dürfte die Freude daran sein, wenn dann am Ende tatsächlich ein kleiner kugelrunder Zeitgenosse sein neues Heim bezieht?
Noch dazu ist diese Möglichkeit sehr umweltschonend und bereichernd. Und insbesondere jeder kleine Igel dürfte sich freuen, wenn er, anstatt zu frieren, in einem liebevoll angehäuften Laubhaufen überwintern darf.

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