Posted in
Raubtiere by Sandra Peters on November 17th, 2009
Ist der Gepard wirklich das schnellste Tier der Welt? Diese Frage ist ziemlich einfach zu beantworten, da es ein Tier auf der Welt gibt, welches doppelt so schnell ist wie der Gepard. Der Gepard läuft unglaubliche 140 Kilometer in der Stunde, wenn er seine Beute verfolgt. Dabei ist der Gepard sogar bei den meisten Versuchen erfolgslos, da er nicht so wendig ist, wie seine Beute, die zwar langsamer ist, aber besser hin und her laufen kann. Bei so einer Geschwindigkeit ist es schwer die Richtung zu ändern. Es gibt aber einen Vogel, der doppelt so schnell ist wie der Gepard. Der Wanderfalke ist der schnellste Jäger in der Luft. Bei seinen Beuteflügen erreicht er teilweise bis zu 300 Stundenkilometer. Der Wanderfalke fliegt sehr hoch über der Landoberfläche, und begibt sich bei Entdeckung der Beute, dank seiner sehr guten Augen, zu einem Sturzflug, indem er diese Topwerte erreichen kann. Der Falke ist trotz seiner hohen Geschwindigkeit in der Lage die Beute noch in der Luft zu schnappen. Die Wanderfalken sind vom Aussterben bedroht, es gibt in Deutschland nur noch sehr weniger Brutpaare. Der Wanderfalke schlägt oft kleinere Vögel und lebt in den höheren Alpenregionen. Er ist also deutlich schneller als ein Gepard, der zu den schnellsten Landtieren gehört.
Tags: Afrika, Nationalpark, Natur, Säugetier, Tierschutz
So schön der Winter mit seinen Schneeflocken und den verwunschenen Reifbäumen auch sein mag, für die Tierwelt ist er vor allem eine Zeit des Mangels. Es ist kalt, die Erde ist gefroren und gibt keine Nahrung, die Nächte sind lang. Darauf hat sich die Fauna eingestellt und jedes Tier hat so seine eigene Überlebensstrategie entwickelt. Eine davon ist, den Winter ganz einfach zu verschlafen, der Winterschlaf (Hibernation).
Welche Tiere halten denn nun Winterschlaf? Da sind einmal die Nagetiere (Rodentia), deren bekanntestes Exemplar wohl der Siebenschläfer ist. Er geht auf Nummer sicher und verschläft tatsächlich 7 Monate des Jahres. Es gehört aber auch die kleine Haselmaus dazu, mit ihrem dichten Schwanz und unser größtes Nagetier, das Murmeltier. In einem ca. 2 m tiefen Erdbau übersteht es die kalte Jahreszeit. Obwohl es ca. 1 mal im Monat erwacht, um die Blase zu entleeren, ist es ein echter Winterschläfer. Das heißt, während seines Winterschlafes sind die Lebensvorgänge stark reduziert (Torpor): die Körpertemperatur sinkt, der Herzschlag und die Atemzüge verlangsamen sich, das Blut fließt nur mehr langsam und sogar die Gehirntätigkeit ist verringert. Dadurch verbraucht der Körper viel weniger Nahrung und kann sich von seinen, im Herbst angefressenen, Reserven ernähren. Bei zu häufiger Unterbrechung des Winterschlafes läuft das Tier Gefahr zu verhungern, da es zusätzliche Kraftreserven verbraucht, die nicht ersetzt werden können.
Der Igel, selbstverständlich gehört zu den Winterschläfern und alle unsere Fledermausarten, die den Winter zur Gänze verschlafen.
Die warmen Frühlingstemperaturen geben den Tieren dann das Signal zu erwachen und ihre Körperfunktionen werden langsam wieder hochgefahren.
Tags: Laubhaufen, Säugetier, Winter, Winterschlaf
Wale leben ausschließlich im Wasser und sind die größten Säugetiere auf der Erde. Sie teilen sich in ca. 80 Arten auf. Das größte Säugetier an Land ist der Elefant, der Wal aber überragt diesen jedoch bei weitem, was Größe, Gewicht etc. betrifft. Wale gehören, wie es irreführenderweise oft heißt, nicht zu den Fischen, sondern wie gesagt zu den Säugetieren, da sie ihre Kälber mit sehr fettreicher Muttermilch nach der Geburt unter Wasser säugen. Und sie atmen und haben nicht Kiemen wie Fische. In bestimmten Abständen müssen die Wale an die Wasseroberläche, um Luft zu holen. Die gestaute Atemluft wird durch das Blasloch ausgestoßen. Die größte Walart ist der Blauwal, der eine Körperlänge bis zu 33,50 Metern und ein Gewicht von bis zu 200 Tonnen aufweisen kann. Trotz dieser Größe können Wale sehr alt werden, manche Arten erreichen sogar ein Alter von 200 Jahren.
Im Laufe der Evolution hat sich der Wal perfekt an das Leben im Wasser angepasst. Seine spindelartige Form und eine glatte Haut lassen ihn im Wasser dahinschweben und garantieren eine widerstandslose Fortbewegung. Die Haut besteht aus einer dicken Fettschicht, welche zur Wärmeisolierung dient. Sie kommen in allen Meeren der Welt vor, in den Tiefen der Nord- oder Ostsee, im Mittelmeer, im Polarmeer sowie in der Arktis. Ihre Fettschicht schützt sie hier vor der Kälte. Im Laufe ihres Lebens legen Wale tausende an Kilometern zurück, denn sie wandern hin und her zwischen Aufzuchtgebieten für ihre Kälber und ihren Nahrungsgebieten. Auch in Flüssen kommen kleinere Walarten vor. Sie orientieren sich mittels eines perfekten Schallortungssystems, es ist noch nicht genau erforscht, wie dieses funktioniert und warum es manchmal zu Fehlorientierungen kommt und Wale an an Land stranden. Hier sind sie auf schnelle Hilfe von außen angewiesen, denn alleine gelangen sie nur schwer wieder ins Meer. Liegen sie einmal auf, ist Eile geboten, das Tier aus der misslichen Lage zu befreien, denn das eigene Körpergewicht zerdrückt die Lungen und die Rippen. Naturschützer und Tierfreunde versuchen hier immer ihr Bestes.
Wale werden also wie Elefanten sehr alt, sind die größten Tiere, die es gibt und gelten, wie Elefanten auch, als sehr intelligent. Über Klanglaute kommunizieren die Tiere unter Wasser. Sie sind sehr gesellig und haben ein hoch entwickeltes Sozialverhalten. Meistens leben Wale in Gruppen von 10 – 50 Artgenossen zusammen, während der Paarungszeit kann so eine Gruppe auch auf bis 1.000 Tiere anwachsen, die nicht nur aus einer Walart besteht. Ihr Jagdverhalten auf kleinere Fische ist sehr ausgeklügelt und sie arbeiten oft in Teamarbeit miteinander. Ansonsten sind es sehr friedliche Tiere, die durch den Menschen leider sehr bedroht sind und viele Arten kurz vor dem Aussterben stehen.
Tags: Aussterben, Meer, Ozean, Säugetier, Wale
Posted in
Artenschutz by Walter Braun on Oktober 14th, 2009
Obwohl der Mensch augenscheinlich eine der, wenn nicht die intelligenteste Lebensform des Planeten Erde ist, gibt es dennoch auch andere Kreaturen, welchen dieser Ruf möglicherweise zustehen könnte. Unter ihnen an vorderster Stelle steht der Delphin.
Bereits seit Urzeiten faszinieren die intelligenten Meeressäuger den Menschen durch ihr außerordentlich komplexes Verhalten und ihre besonderen Fähigkeiten.
Delphine sind äußerst soziale Tiere, die sich in günstigen Futtergebieten zu Tausenden ansammeln können. Sie kommunizieren untereinander über Klicklaute und Schnattern, aber auch durch Körpersprache und Körperkontakt. Zudem sind sie in der Lage, einem Echolot gleich, durch das Aussenden hochfrequenter Töne, ihre Umgebung abzutasten.
Zwar sind die so genannten „Delphinschulen“ eher lose Zusammenschlüsse, deren Mitglieder häufig wechseln, aber dennoch können sich zwischen einzelnen Individuen mitunter starke Bindungen entwickeln, welche man gut und gerne als Beziehungen definieren könnte.
Erstaunlich sind auch die neuesten Erkenntnisse eines deutsch-britischen Forscherteams. Dieses hat herausgefunden, dass Große Tümmler (Tursiops truncatus) in der Lage sind, sich anhand von bestimmten Tonfolgen zu identifizieren, was einer wirklichen Namensgebung sehr ähnelt. Dadurch können sich die Individuen gegenseitig mit „Namen“ anrufen. Das Erstaunliche: der jeweils betreffende Delphin reagiert auf die ihm zugeordnete Tonfolge. Dieses Verhalten ist ansonsten – bis auf den Menschen – einzigartig und so im Tierreich noch nicht an anderer Stelle dokumentiert worden.
Des Weiteren haben Forscher der Universität Zürich haben gar beobachtet, dass Große Tümmler in der Shark Bay vor Australiens Küste Werkzeuge zur Futtersuche verwenden. Sie stülpen sich Schwämme über die Schnauze, welche sie zuvor vom Meeresboden abgelöst haben. Dies dient vermutlich dazu die Schnauze bei der Futtersuche zu schützen.
Seltsam ist auch, dass Delphine sich nicht selten Schiffen näheren, um auf deren Wellen zu reiten, sodass es fast scheint, als wünschten sie Bekanntschaft mit den Menschen an Bord zu machen.
.
Ob Delphine wirklich intelligenter sind als Menschen ist eine Frage, die noch nicht abschließend geklärt werden kann. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass uns Delphine, aufgrund ihres hohen Sozialverhaltens und ihrer Friedfertigkeit, in vielen Bereichen das Bewusstsein betreffend, überlegen sind.
Tags: Delphin, Meer, Ozean, Säugetier